Philippinen

Gestartet bin ich am 1. Januar 2012 morgens um 9 Uhr. Vom Airport Münster Osnabrück nach München. Gefolgen bin ich mit Air Berlin. 2 Stunden später ging es weiter nach Dubai mit einem Zwischenaufenthalt von 6 Stunden ging es weiter nach Manila mit der Airline Emirates die über 100 Ziele weltweit anfliegt.

Am Airport Manila wurde ich von Bernd Hunfeld und seiner Familie erwartet. Er ist vor 8 Jahren ausgewandert und versucht mit einem Evangelischen Pastor eine Hilfsorganisation zu gründen. Vor einigen Jahren las ich einen Bericht über Bernd Hunfeld in der Emsländischen Tagespost wie er einen Hilfstransport nach Manila organisierte. Über e-mail und Skype wurde schnell ein Kontakt hergestellt. Den Rat eine Webseite zu erstellen ist Bernd gefolgt und berichtet in einem Posterous Blog über seine Erfahrungen.

Bernd Hunfeld wohnt in Malabon / Manila und hat mir hier seinen Computerraum zur Verfügung gestellt. Am folgenden Tag wurde eine Luftmatraze ( Airbed ) gekauft. Nach einem Schwimmbadbesuch mit Familie Hunfeld konnte ich nun glücklich einschlafen. Geweckt wird man in den Philippinen meistens durch einen Hahnenschrei oder lautem Hundegebell. Der Nachbar und Pastor machte zuvor aufmerksam über einige Fälle von Kidnapping in Mindanao.Am Donnerstag ging es nach 5 Stunden Verspätung mit der Airline Airphills weiter nach Zamboanga.
Hier wurde ich erwartet von Grace Alverez + Mann… Eilleen Bernardo + Mann… und Beth. Man war doch sehr besorgt um die Sicherheit und daher wurde vom Bürgermeister Barangay Captain Makko Apolinario Security angefordert. Ich wohnte bei Grace Alverez im Teacher village 17 km von der Schule Tugbungan. Grace stellte für mich ihr Schlafzimmer zur Verfügung. Obwohl ich mit meinem Airbed unterwegs war zog sie es vor auf dem Fußboden zu schlafen. Beth schlief auf dem Sofa. Wegen Moskitos blieben die Fenster geschlossen.

Am folgenden Tag (Fahrzeit über 1 Stunde) wurde die Schule besucht. Zunächst Rektorin Prinzipal Amad danach der Bildungsminister Division Superintendent..Sir Pete Natividad. Von ihm bekam ich ein T-Shirt und ein Buchband über Zamboanga geschenkt. Weiter ging es zu dem City Mayor Celso L. Lobregat von Zamboanga. Nach einem kurzen Interwiew bekam ich hier ein Souvenir Banka ( Auslegerboot ) und ein Buch geschenkt.

Auf den Straßen herrschte immer reger Verkehr und die Luft war immer sehr stickig bei 31 Grad.
Zu Mittag wurde ich eingeladen in einem großen Seafood Restaurant. Samstag ging es zum Garden Orchid Hotel , wo Bernie Alverez mit seiner Sängerin aufspielte. Danach waren wir zu Gast bei Vincent Paul Elago. City Councilor bei Zamboanga City Council. Nach einem kurzen Intro am Yamaha E Piano ging es zur Karaoke Anlage.Vincent Paul war früher Entertainer einer Fernsehshow und ist heute Stadtdirektor von Zamboanga. Den Sonntag verbrachten wir zusammen im Haus von Grace. Bei einem Spaziergang nach draußen wurde ich aus Sicherheitsgründen begleitet von Winnie Alverez.
Am Montag den 9. Januar startete die Schule in Tugbungan mit über 4000 Schüler.Zunächst ist Morgenapell und nach mehren kurzen Ansprachen und einem Gebet startet die Zamboanga Divisions Hymne ( Composer Sir Teddy Quilling ) wo jeder mitsingt. Wie bei einer Polonäse stellen sich die Kinder auf und verschwinden danach in die Klassenräume.Grace Alverez und Eilleen Bernardo trainieren die 5 Klasse ( 5 Level of Tugbungan Elementary Schoo). Der Kontakt zur Schule kam zustande über Norbert Hölter und seiner Organisation Let Start ABC. Wie ich erkennen konnte wurden alle Songs vom Internet Blog” We learn together ” eingeübt.
Schwierigkeiten gab es nur beim Texas Song, hier war noch eine Anpassung im Tempo und Tonart erforderlich. Sehr erstaunt war ich doch wie sicher die Schüler den Ton treffen.
In der Klasse von Eilleen Bernardo sangen die Kinder den Song Red river valley 4 Strophen auswendig mit. Das Interesse am Keyboardspiel war sehr groß und so gab es eine kleine Einführung in Notenlehre und das Greifen der ersten 2 Akkorde ging recht schnell.Neue Songs in der Landessprache Filipino und Chavacano wurden eingeübt. Verschiedene untere Klassen hatten Intresse am Musik – Unterricht bekundet und daher wurden auch hier einige Stunden eingeplant. 5 boys trugen das Keyboard nach ca. 45 Minuten Unterricht zum anderen Klassenraum. Einige für mich neue Songs in Chavacano und und der Landessprache Filipino wurden gesungen. Die Notensprache ist international, schnell ein paar Einstellungen am Keyboard ( Tonart, Rhythmus ) und ab ging die Post. Die Zusammenarbeit war recht erfolgreich. Von den Songs No te Vayas, Philippine Army Hymn, Kiliit ng Mundo habe ich kleine Videoclips erstellt und auf dem Vimeo Channel hochgeladen. Die Schule hatte auch einen Computerraum mit 6 PC. Hier gab es eine kleine Einführung von Picasa Mikogo und der Dropbox.

Ein Besuch wurde auch in der Schule Bolong Beach 35 km von Tugbungan entfernt abgestattet. Die Schule wird seit mehreren Jahren von Norbert Hölter aus Bochum unterstützt.
Für über 10 Millionen Pesos wurde ein neues Schulgebäude errichtet.
Die Schule wurde eine Woche nach meinem Besuch mit einer großen Zeremonie eingeweiht. Wir waren dann noch kurz zu Gast bei einem Deutschen in Bolong, dem sein Haus kurz vorher abgebrannt war.
Danach ging es noch kurz an den Strand. Die Luft tat gut.

Ein geplanter Besuch auf der Insel Santa Cruz war zu gefährlich und wurde abgesagt. Dann bekam ich von Norbert Hölter den Hinweis ich sollte den jetzigen Ort wechseln. Ich war eingeladen im Hotel Mike Alavar. Er ist in der Politik tätig und besitzt mehrere Restaurants in Zamboanga. Am Samstag wurde die Stadt besichtigt mit riesengroßer Kirche. Am Sonntag hatte ich ein Radio Interview mit Daniel Delgado Toribio. In früheren Radiosendungen hatte er auf diesen Besuch hingewiesen. Danach ging es sofort zum Airport. Hier traf ich Joan, die sich als neue Hausmaid von Sandy Salcedo vorstellte. Mit ihr reiste ich nach Mandaloujong.
Fazit: das gemeinsame Lernen auf einem Internetblog hat funktioniert. Die Lehrerinnen nutzten die Plattform Facebook und wie wir wissen lernt man über Kommunikation. Das Thema Datenschutz spielte hier keine große Rolle. Abschließend muß ich mich wundern über soviel Lebensfreude der Filipinos wo in den meisten Familien manchmal mit über 14 Kindern doch bitterste Armut herrscht. Ich wurde als Special guest angekündigt und so durfte ich mich auch fühlen, ich war überall eingeladen und wurde darüber hinaus reichlich beschenkt.